Hutepochen von 1510 bis in die Gegenwart
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Deutsche Renaissance (1510 - 1550) Als Kopfbedeckung dienten meist flache, farbenprächtige Baretts mit üppigem Federschmuck (Straußenfedern). Manchmal auch als "Aufschlagshüte" |
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Spanische Mode (1550 - 1600) Geometrische Linien (Kegel, Kugel, Kreis) beherrschen diese Mode, dunkle Farben in Seide und Samt bestimmen das Farbbild. Das anfänglich noch verwendete Barett wird durch hohe, schmalkrempige Hüte abgelöst. |
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Barock (1620- 1715) Michelangelo - der große Maler und Bildhauer - kann als Schöpfer dieses Stils angesehen werden. Große breitkrempige Filzhüte, auch aufgeputzt mit Straußenfedern wurden von Männern, kavaliersmäßig schräg auf dem Kopf sitzend, getragen. Eine ähnliche Hutform trugen auch manchmal Frauen. Ab etwa 1650, im "klassischen Barock" dominierten bei den Männern neu die Perücke. Als damals die Halskrausen ausgegeben wurden, ließen die Männer ihre Haare in üppigen Locken auf die Schultern fallen. Die reichste und pompöseste ist die "Allonge-Perücke". Bei der Frauenkleidung dieser Zeit baute sich - entsprechend den hochstehenden Flügeln der Allonge-Perücke - auf dem Haupt der Frau ein Kopfputz in der Form senkrechter Orgelpfeifen auf. Die Türmchen dersteif gefalteten Leinenhaube bildeten den Hintergrund für das vordere Haar, auf der Stirn lockig arrangiert. |
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Rokoko (1730 - 1770) Eine verfeinerte Fortsetzung des Barocks. Typische Kopfbedeckung für den Mann: der "Dreispitz" (auch Napoleon Hut), für die Frauen Häubchen aller Art über den wieder "kleinen Frisuren" - weiß gepuderte Haare. |
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Louis Seize (1770 - 1795)
Verschiedene Wurzeln einmal das "Sterbende Rokoko", zum anderen aus England ein Neo-Klassizismus.Riesige Frisuren mit Phantasiegebilden zierten die Damenköpfe. Es gab Frisuren, die einen Fruchtkorb mit Äpfeln, ein Blumenarrangement oder eine Fregatte unter vollen Segeln trugen. Große Strohhüte mit Straußenfedern, eine neue Hutform, der "Castor-Hut" (höherer zylindriger Kopf, mittelbreite abfallende Krempe) meist aus schwarzem Filz, tritt in Erscheinung. In Deutschland die "Werther-Tracht" mit hohem schlanken Kopf, und eher flachem Rand. Kokarden und immer wieder Straußenfedern sind Schmuckelemente. Während der französischen Revolution (1789) entwickelte sich - typisch für die Jakobiner - aus verschiedensten Elementen eine neue Tracht. Als Kopfbedeckung diente die rote "phyrgische Mütze", von den Galeerensklaven übernommen. |
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Directoire (1795 - 1804) Damen mir Turbanen und Straußenfedern. Herren mit "Castor"-Hüten, mit eher etwas niedrigeren Köpfen oder "Aufschlaghüten". |
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Empire (1804 - 1820) Charakteristische Kopfbedeckung bei den Damen der Häubchenhut mit vorspringendem Rand, der das Gesicht verbarg. Bei den Herren hohe zylindrige Hüte, mit schön geschwungenen Rändern verschiedener Breite. |
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Biedermeier (1820 - 1835) Zeit der Stil-Imitationen, keine eigenständige Entwicklungen. |
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Zweites Rokoko (1835 - 1870) Auch bürgerliches Rokoko, "gepolsterte Zeit" mit vielen Quasten, Fransen, Trodeln. |
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Gründerzeit (1870 - 1890) Damen trugen kleinere - schiffchenähnliche Hutformen, mit Straußenfedern drapiert, Rundköpfe mit schmaler Krempe, die Männer niedrigere Zylinder, und flache Strohhüte (heute "Girardi-Form") |
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Jugendstil (1890 - 1910) Damen trugen große breitkrempige Hutformen mit üppiger Dekoration, auch Häubchen, zur jeweiligen Kleidung passend, die Männer den "steifen Hut" (Melone), und sportliche Kappen |
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Funktionalismus und Gegenwart (1910 - ) Eine Entwicklung, die von Weglassung überflüssiger Verzierungen zugunsten klarer schlichter Linien, über die Periode der japanischen Kimonomode, über den "Botticelli" - Typus, über LE CORBUSTER mit seiner Funktionalität, zur sportlichen Kleidung der Jetztzeit. Die Damen trugen eher kleine, teils schiffchenartige Hutgebilde, die Herren sportliche Hutformen und Kappen. |
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